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Maasai-Stipendien

Bildung: Der Schlüssel zum Überleben der Maasai

Die Jahrtausende alte Kultur der Maasai in Ostafrika steht durch die Globalisierung vor großen Herausforderungen. Mit Stipendien fördern wir die Ausbildung junger Maasai in den Bereichen Tiergesundheit und Rechtswissenschaften, damit sie das Überleben ihres Volkes auch für kommende Generationen sichern helfen.

Der junge, ambitionierte Lucas Moreto wird zum ersten Advokat der Parakuyo-Maasai ausgebildet
Der junge, ambitionierte Lucas Moreto wird zum ersten Advokat der Parakuyo-Maasai ausgebildet | © Tierärzte ohne Grenzen

Erster Rechtsanwalt der Parakuyo-Maasai

Universitäre Ausbildung blieb den Maasai bis dato verwehrt. Der junge, ambitionierte Lucas Moreto hat die Aufnahme an der Universität von Dar es Salaam geschafft und gehört bereits zu den besten seiner Klasse. In Zukunft wird er als Advokat seinem Volk in Landrechtsfragen kompetent und souverän zur Seite stehen.

Tierärzte ohne Grenzen bildet junge Maasai zu Tierärzten aus

Maasai sind Halbnomaden, die mit und von ihren Rinderherden leben. Viehhaltung ist für die Menschen überlebensnotwendig, die Milch der Tiere ist wichtiges Grundnahrungsmittel und wertvolles Handelsgut zugleich. Mit dem Aufbau einer Hofkäserei konnte Tierärzte ohne Grenzen bereits ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein für die Maasai schaffen.

Aber nur gesunde Tiere liefern verwertbare Milch, damit bildet die tierärztliche Versorgung der Rinderherden eine Grundvoraussetzung für das Überleben der Maasai. Wenn die Menschen in der Lage sind, ihre Viehherden selbst medizinisch zu betreuen, verbessert sich dadurch auch die Lebensmittelversorgung.

Der junge Maasai Mnyandoe Laban absolviert eine Ausbildung im Bereich der Tiergesundheit
Der junge Maasai Mnyandoe Laban absolviert eine Ausbildung im Bereich der Tiergesundheit | © Tierärzte ohne Grenzen

Mnyandoe Laban - Experte in Sachen Tiergesundheit

Die Rinderherden der Maasai werden von Seuchen bedroht. Es fehlt an tierärztlicher Basisversorgung.

Der junge Maasai Mnyandoe Laban hat im Sommer 2016 das Studium an der Livestock Training Agency in Morogoro, Tansania abgeschlossen. Diese Ausbildung im Bereich Tiergesundheit und Tierproduktion wurde zur Gänze durch ein Stipendium von Tierärzte ohne Grenzen finanziert.

Wir freuen uns sehr über Mnyandoes Entscheidung, ab Herbst 2016 seine Kenntnisse in einem weiterführenden Studium noch zu vertiefen, und unterstützen ihn auch dabei gerne mit einem Stipendium.

Tumaini Laban Moreto ist die erste Tierärztin ihres Volkes | © Tierärzte ohne Grenzen

Tumaini - Die erste Tierärztin ihres Volkes

Tumaini Laban Moreto aus dem Stamm der Parakuyo-Maasai hat im Juni 2014 ihr Bachelor Studium der Veterinärmedizin am Kilimanjaro Training College erfolgreich abgeschlossen.

Mit dem Stipendium von Tierärzte ohne Grenzen wurde sie zur ersten Tierärztin ihres Volkes ausgebildet. Tumaini wird traditionelle Heilkunst mit modernem veterinärmedizinischen Know-how verbinden und so wertvolle Hilfe leisten!

Schulung in tierärztlichen Basismaßnahmen

Die weit verstreut lebenden Maasai und Sandawe sollen in tierärztlichen Basismaßnahmen zur Versorgung ihrer Rinderherden geschult werden. In entlegenen Gebieten kann das Wissen um Erste-Hilfe-Maßnahmen bzw. Ursache und Behandlung von Krankheiten oder Seuchen über Leben oder Tod einer Herde und somit das Überleben eines Dorfes entscheiden.

Das Projekt "Maasai-Tierärzte" kann Leben retten: Indem wir den Maasai helfen, ihre Herden gesund zu halten, helfen wir ihnen, ihre traditionelle Lebensweise und Kultur zu bewahren!

Maasai-Art-Logo

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